Mit besonderem Kind im Krankenhaus Teil 1 – OP und Intensivstation

Anlässlich der überstandenen Hüft-OP möchte ich unserer Erfahrungen zum Thema „mit Kind im Krankenhaus“ teilen.

Für uns war es überhaupt die allererste OP ever. Keiner von uns Eltern wurde jemals operiert, noch haben wir das bisher mit Lea durchstehen müssen. Daher sind wir sicher mit einigen Themen etwas naiv und blauäugig umgegangen. Im Nachhinein war ich aber manchmal auch froh drum, denn hätte ich gewusst wie anstrengend und emotional belastend die ersten Tage und Wochen werden, ich hätte mich so fertig gemacht vorher und vieleicht noch mehr Zweifel gehabt als jetzt schon.

Die OP wurde einmal verschoben, weil Lea 2 Tage vor der geplanten OP krank wurde. Die Angst vor Komplikationen bei Narkose war dann doch sehr groß.

Wir erhielten einen zweiten Termin, 2 Wochen später. Das bedeutetet, dass wir alles nochmal umplanen mussten, Frühreha verschieben, Arbeitgeber Bescheid geben und Arbeitszeiten umplanen…

Die OP haben wir vorher mit Dr. Ziegler von der orthopädischen Klinik in Großhadern besprochen. Und er hat sie auch selbst durchgeführt. Uns hat es gut getan, zu wissen, dass Lea dem operierenden Arzt nicht fremd ist und wir ein „gutes Bauchgefühl“ beim Planungsgespräch hatten.

Demnach plante Dr. Ziegler eine sogenannte Derotationsvarisationsosteotomie. Auf gut Deutsch: der Oberschenkel wird durchtrennt, und das obere Teil/der Oberschenkelkopf im richtigen Winkel wieder angesetzt. Anschließend wird alles mit Platten und Nägeln fixiert.

Abhängig von der Substanz der Knochen kann man nach einer Woche schon wieder langsam mit Belastung beginnen. Das kann man aber entgültig erst nach der OP sagen. Der plan war auch vorerst erstmal nur die Oberschenkel zu operieren und nichts an den Pfannen zu machen. Mit dem Ziel, das die Pfannen die Chance haben, wenn der Hüftkopf richtig sitzt, dass sie sich selbst ein bisschen ausformen. Darüber waren alle erstmal froh, denn wenn man an die Hüftpfannen ranmuss, wäre alles um einiges aufwändiger und langwieriger.

Am 24.07. war der große Tag, wir wurden zu um 6:30 Uhr bestellt.Nach anfänglicher Verwirrung, wo wir uns anmelden müssen (zu dieser Uhrzeit ist da nämlich noch nicht besonders viel los) haben wir den Weg auf die Station I6 in der Klinik Großhadern gefunden. Wir durften direkt auf ein Zimmer, was verdächtig groß war. Dort standen zwei Betten für uns bereit.

OP Vorbereitung – Zimmer mit Aussicht

Lea bekam ihr OP Kleidchen an, Betäubungscreme auf beide Handflächen und wir mussten viele Fragen beantworten. Die Schwestern waren sehr nett und alles ging ohne lange Wartezeiten von sich.

Wir durften dann mit Lea in den OP-Vorraum, wo dann der Papa sein Gewandt anziehen durfte um Lea bis zur Narkose zu begleiten. Lea war bis dahin sehr gut drauf und ahnte noch nicht was geschehen wird.

Ich wartete etwas über eine halbe Stunde, der Papa kam und berichtete, alles gut gelaufen, Kind liegt in Narkose es kann los gehen.

Wir hatten die Info vom Arzt, die OP dauert etwa 3-3,5 Stunden, daher machten wir uns in Ruhe erstmal auf den Weg ein Frühstück zu uns zu nehmen. Wir waren nervös, aber eigentlich recht entspannt.

Nach 1,5/2 Stunden machten wir uns auf den Weg in unserem Zimmer, wir wollten erreichbar sein, wenn irgendwas ist. Wetter war eh nicht zum Rausgehen gedacht, also ratschten wir mit ständigem Blick auf die Uhr … jetzt sind es 3 Stunden …4 Stunden … jetzt könnten sie jeden Moment rufen … 4,5 Stunden … wir fragen mal nach , keine Infos … 5 Stunden 😦 da ist doch was nicht richtig…5,5 Stunden …. „Sie dürfen zu Lea, sie ist im Aufwachraum … Phu Gott sei Dank.

Ich bin dann zum Aufwachraum, als ich an der Tür klingelte hörte ich schon ein wimmern und jammern hinter der Tür, was zwar etwas fremd war, aber eindeutig von Lea kam. Mein erster Gedanke war „Oh nein sie ist schon wach und ganz allein“. Ich durft gleich zu ihr, sie weinte, wimmerte und jammerte, heisser, eindeutig mit Schmerzen. Sie liess sich nur schwer beruhigen, kurz hörte sie auf, und fing gleich wieder an zu weinen. Immer dann viel auch der Sauerstoffwert, der Kontrollmonitor piepste, sie regt sich weiter auf. Die Schwestern und Pfleger im Aufwachraum beruhigten mich aber, dass es jetzt wo ich da war schon besser geht. Die Maske aus der Sauerstoff  ströhmt liegt vor ihrem Gesicht, Lea hustet viel, hört sich sehr bellend an. Oh nein bitte nicht! sie bekommt Salbutamol, das kennen wir von zu Hause, sie inhaliert, es wird langsam besser. Ihr Gesicht ist etwas geschwollen die Augen verklebt, man sah irgendwie, dass die Augen mit Pflaster zugeklebt waren. Am Kinn hatte sie einen kleinen blauen Fleck, wohl vom Intubieren, aber ansonsten alles gut. Ihre Beine waren vom Zeh bis über den Bauch in einem engen Wickelverband gepackt. Man sah die orangene Farbe vom Iod an Bauch und Füßen. Ein bisschen Sorge macht der Schleim, den sie nicht abhusten kann. Von Absaugen ist die Rede, aber man zögert und entscheidet sich sie auf die Intensiv zu bringen, dort sind dann auch Kinderärzte vor Ort.

Ich liege mit Lea in ihrem riesigen Bett und beruhige sie, während wir Richtung Intensivstation gebracht werden. Ich habe so gut wie nichts mitbekommen wo es lang ging, hatte nur Augen für Lea. Auf der Intensiv war es hektisch, wir kamen zu einem kleinen Baby ins Zimmer, das Bett wurde ans Fenster geschoben, alles angeschlossen, gemessen, … weiter inhalieren, die beruhigt sich, wird müde, und schläft ein. Phu jetzt das erste Mal hochschauen. Ich muss noch Steffen Bescheid geben, der wartet seit  gut 2 Stunden.

Die ersten Stunden auf der Intensiv

Die Werte pendeln sich ein, sie müssen nicht absaugen, sie bekommt Infusionen und Schmerzmittel über die Zugänge in den Händen. Der Arzt schaut nochmal vorbei. Er ist sehr zufrieden, wie die OP verlaufen ist  und zeigt auch ein neues Röntgenbild. WOW erst jetzt sind mir die Ausmaße der OP so richtig klar. Lea übergab sich einmal, maximal blöd, alles in die Haare. Es war sehr dunkel, was darauf schliessen ließ, dass beim Intubieren etwas verletzt wurde und geblutet hat. Aber kein Grund zur Panik. Ich versuchte sie so gut es ging sauber zu machen.

Sie wird wach aber ist mäßig gut drauf

Ich muss gegen 22:30 Uhr die Intensivstation verlassen. Wie ich auf unser Zimmer gekommen bin weiß ich gar nicht mehr genau, aber ich habe auf Station ein Abendessen bekommen und bin dann auf das Zimmer. Zu meiner Überraschung lag da noch jemand. Ein junges Mädchen. Aber es war dunkel, ich hatte keine Ahnung ob sie schlief, und ich legte mich nur noch hin und schlief mit meinem Telefon auf dem Kopfkissen ein.

Am nächsten Morgen durfte ich um 8 zu ihr auf die Intensivstation. Sei schlief, mit einem Mulltuch über das Gesicht. Sie haben das Tuch drüber gelegt, weil sie, sobald jemand ins Zimmer kam, wach wurde. Aber sie hat die Nacht ohne Probleme überstanden, ein paar mal geweint, aber alles gut. Das war offiziell Leas allererste Nacht  allein ohne jemanden, den sie kennt.

Am Morgen hat sie schon mal ein bisschen Milchbrötchen und Apfelmus probiert.

Gegen Mittag durften wir dann planmässig auf unser Zimmer.

Oben:das Lagerungselement wird anprobiert Unten: Angekommen auf der Normalstation

Sie war sehr leidlich, wollte nichts und niemanden um sich haben und vor allem sollte sie niemand anfassen. Ansprechen war auch doof, alles doof.

Am Nachmittag kam Papa und könnte seine Prinzessin begutachten und verwöhnen. Der provisorische Lagerungskeil war mehr als nervig, weil viel zu gross. Aber der richtige Keil ist noch in Arbeit, wird immer wieder angepasst.

Im zweiten Teil schreibe ich, wie die Woche auf der Station I6 lief.

 

Wow 😳…

… es ist mir grad bewusst geworden, ich plane doch tatsächlich den 6. (!!! In Worten: SECHSTEN) Geburtstag dieser Maus! Könnt ihr das glauben?

Unser kleines Baby wird 6!!!
Mit allem was dazu gehört, denn mit fast 6

  • Macht man gern Quatsch
  • Hat man seinen ganz eigenen Kopf
  • Weiß man was man will und wie man es bekommt
  • Weiß man was man nicht will
  • Wickelt man die Leute geschickt um den Finger
  • Ist man so mega tapfer
  • Ist man die Große im Kindergarten
  • Hat man schon einiges erlebt
  • Versucht man sich mit allen Mitteln Gehör zu verschaffen
  • Ist man trotzdem noch ein Kuschelkind
  • Will man lieber nicht allein sein
  • Weiß man wie man auf dem iPad zu YouTube kommt
  • Bockt man wenn man YouTube nicht gucken darf
  • Liebt man Fahrzeuge, Ausflüge, wenn Besuch da ist, Pombären, Abziehtatoos, auf den Schultern getragen zu werden, den Kindergarten …
  • Besucht man die Vorschule

Es ist so wunderbar zu sehen wie du deine Wege findest.
Du schaffst nicht selten Dinge, die man dir nicht zutraut.
Du hast uns in den letzten sechs Jahren sehr viel beigebracht:
Dass man nie weiß was mal kommt,
Dass man nie die Geduld und Hoffnung verlieren sollte,
Dass nicht immer alles perfekt sein muss, der Trampelpfad manchmal sogar schöner ist als die asphaltierte Straße.

Deine Zukunft hat noch viele Fragezeichen. Aber das hat die von Kindern ohne deine Erkrankung auch. Wir freuen uns mit dir und wollen feiern dass es dir nach der OP wieder gut geht, dass du Freunde hast, die dir wichtig sind und denen du wichtig bist, dass du so viel schon geschafft hast und noch so viel lernen darfst!

Wir sind jetzt schon so unendlich stolz auf dich!!!

Sechs!!!! …..
Wow !

Hüft-OP – Warum und wieso?

Nun endlich habe ich die Zeit und Muße unsere Erfahrungen zur Hüft-OP nieder zu schreiben.

Ersteinmal vorweg, ich werde keine Röntgen- und Wundbilder posten. Wer berechtigtes Interesse hat soll sich bei mir melden. Ausserdem bin ich kein Mediziner. Ich schreibe hier meine ganz eigenen Erfahrungen und medizinische Sachverhalte versuche ich so zu schreiben wie ich sie verstanden habe. Ich garantiere keine Fehlerfreiheit was medizinische Begrifflichkeiten und Zusammenhänge angeht. Sollte jemand denoch Fehler entdecken oder etwas nicht verstehen bin ich dankbar für Hinweise.

Wo fang ich an?

Wir sind schon länger in orthopädischer Behandlung was die Hüfte angeht. Da Lea nicht stehen kann, nicht läuft oder krabbelt, konnte sich ihre Hüfte nicht so entwickeln wie es bei gesunden Kindern der Fall ist.

Bei neugeborenen Babys ist der Oberschenkelknochen kerzengerade. Erst mit der Belastung durch Sitzen, Stehen und Laufen verändert sich die Form, der Hüftkopf „knickt“ ab und wächst in die H.-Pfanne hinein. Dann wird die H.-Pfanne durch den H-Kopf „geformt“.

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Quelle: http://www.krankenhaus-rummelsberg.de

Das alles ist bei Lea nicht passiert. Ihre Oberschenkelknochen waren immernoch sehr gerade. Wie im Bild auf der rechten Seite. Die Hüftpfanne konnte nicht reifen. Die Hüfte war kurz vorm Luxieren. Es gab nur noch eine minimale Überdachung. Wir waren irgendwie immer in „HabAcht-Stellung“ aus Angst bei Stehübungen oder bestimmten Bewegungen rutscht die Hüfte raus. Das würde sehr starke Schmerzen mit sich bringen und evtl zu weiteren Verletzungen von Bändern, Sehnen und Knochen führen.

Ob Lea bis dahin Schmerzen hatte können wir nur schlecht einschätzen. Sie konnte ihre Beine nicht besonders stark spreizen (die meisten Pferde sind zu ‚dick‘ gewesen 🙂 – Lea konnte einfach nicht gut drauf sitzen). Sie hatte nicht wirklich eine Hüfte. Ich habe es immer mir einem Frosch verglichen – alles so schmal. Die Suche nach einem Pipi-Töpfchen in das ihr schmaler Po nicht reinrutscht war nicht einfach. Sie saß nicht besonders stabil, die Hüfte musste immer satbilisiert werden sonst ist sie zur Seite weggerutsch. Das hat sie dann mit eine totalen Schiefhaltung von Kopf und Rücken ausgeglichen – was die Skoliose wieder verstärkt.

Leas Beine sahen immer ungleich aus. Ein bein länger als das andere. Auch wenn man die Beine in Rückenlage aufgestellt hat, war alles irgendwie schief

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Quelle: https://www.kiekhipwear.de/hueftdysplasie/

Sie hatte auch die typische asymmetrische Pofalte

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Quelle: https://www.kiekhipwear.de/hueftdysplasie/

Wie in dem letzte Post geschrieben hatten wir in diesem Sommer eigentlich vor nach Köln zu Galileo-Therapie „Auf die Beine“ zu gehen. Wenige Wochen vorher hatten wir eine orthopädische Sprechstunde bei Dr Ziegler aus der Uniklinik Großhadern in München. Der war nicht begeistert davon, die Hüfte nochlänger als ein halbes Jahr unkorrigiert zu lassen. Die Therapie in Köln und anschliessend daheim würde ein halbes Jahr dauern. Ich wollte auch nicht, dass sie direkt nach der Therapie operiert wird, weil dann die volle Wirksamkeit der Therapie gar nicht ausgenutzt werden kann. Und natürlich hatten wir Angst, dass es dann zu spät ist und die Hüfte entgültig rausrutsch. Also haben wir uns dafür entschieden die Therapie um ein Jahr zu verschieben und stattdessen die Sommerferien zu nutzen und die OP sehr kurzfristig durchführen zu lassen und anschliessend eine Reha zu machen. So konnten wir vermeiden, dass Lea unnötig viel vom neuen Kindergartenjahr verpasst. Die Ferien waren eh zu überbrücken.

Am 24.07. wurde Lea dann operiert in Großhadern von Dr. Ziegler

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kurz vor der OP
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kurz nach der OP
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der erste Spaziergang auf dem Klinikgelände eine Woche nach der OP

Was genau gemacht wurde schreibe ich in einem separaten Post.

Nur als Fazit: Jetzt nach gut 8 Wochen können wir sagen, dass es sehr gut geklappt hat, Lea es recht gut überstanden hat und sich nun wieder auf dem Weg macht Muskeln aufzubauen und Bewegungsabläufe (neu) zu lernen. Sie geht auch seit 3 Tagen in den Kindergarten.

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Urlaub im Allgäu – wir erholen uns nach den Strapazen der OP und der Reha!

 

 

 

 

So ruhig hier, gell??

Uns geht es gut, nur haben wir ein paar intensive Wochen hinter uns in denen wir unsere volle Aufmerksamkeit und Kraft für Lea und Ihre Genesung reserviert haben.
Später wird es noch einen OP- und Rehabericht geben. Jetzt freuen wir uns auf zu Hause, den Papa, und die letzten hoffentlich sonnigen Sommerferientage bevor der Kindergarten starten darf!
LG
Antje

von Plänen, Alternativen und Hintertürchen…

Man sagt ja so schön „erstens kommt es anders und zweitens als man denkt“! Das passiert uns immer und immer wieder.

Jüngstes Beispiel:

Vor etwa 2 Jahren reifte der Gedanke, Lea könnte eine bestimmte Therapie gut tun. Es handelt sich dabei um die Galileo-Therapie „Auf die Beine“ welche an der Uni-Klinik in Köln durchgeführt wird.

Nachdem es dort Wartelisten von über einem Jahr gibt haben wir Lea vor 1,5 Jahren angemeldet. Jetzt im August währe es endlich soweit gewesen.

Aber nein, es kam anders.

Eine Sprechstunde beim Orthopäden ergab, dass Leas Hüfte sich immer mehr verschlechtert. Wenn wir die Therapie machen, welche insgesamt ein halbes Jahr dauert würden wir erst in gut einem Jahr eine korrigierende OP machen können.

Das wäre zu lang. Das Risiko, dass die Hüfte sich weiter verschlechtert, Schaden nimmt oder gar rausrutscht sei zu hoch.

Also haben wir die Reha verschoben, wegen besagter Wartezeiten mal eben um ein Jahr. Die OP sollte dann recht schnell gemacht werden, damit wir die Sommerferien (Kindergarten hat 5 Wochen geschlossen, Urlaub am Ende der Ferien ist seit einem 3/4 Jahr gebucht … ) zum Ausruhen und Auskurieren nutzen können und weil der Arzt unseres Vertrauens im August in Elternzeit geht.

Zack, Termin gemacht …. der wäre HEUTE. Wenn, ja wenn, da nicht wieder alles anders käme und Lea zwei Nächte vor OP Pseudokrupp mit allem drum und drann bekäme. Also OP abgesagt, in der Hoffnung sehr kurzfristig einen Ersatztermin zu bekommen.

Da stehen wir nun, mit gepackten Kliniktaschen, der Erwartung, die nächsten 4 Wochen im Krankenhaus bzw auf Reha zu verbringen, sämtliche Termine abgesagt, Arbeitgeber informiert, Projekte vorbereitet und NUN?

Was macht man da? Man kann nur warten und hoffen, dass der Arzt irgendeine Möglichkeit findet uns noch kurzfristig einzuplanen.


Wir sind es irgendwie gewohnt, dass die Dinge selten so laufen wie geplant, aber manchmal kann man echt in die Tischkante beissen!!! Man kann doch nicht für alles einen Plan B und diverse Hintertürchen vorsehen. Wo sollen wir dann landen.

Ich meine wenn immer alles funktionieren würde wäre es auch langweilig, aber bitte, ich bin dann soweit, ich kann jetzt mal wieder Langeweile gebrauchen, nur so ein bisschen!

Drückt die Daumen! Wir können es grad sehr gut gebrauchen!

LG

Antje

 

Tiere sind soooo wichtig!!

Ich hätte nie im Leben gedacht, dass Tiere mal so eine Rolle spielen werden in unserem Leben mit Kind.

Wäre alles anders, ich hätte mein Kind nur schweren Herzens in eine Reitschule gelassen, einfach weil ich selbst als Kind immer sehr großen Respekt vor Pferde hatte und weil sie so groß und stark sind 😂

Nun ist es so, dass wir einmal die Woche zur Reittherapie fahren, wo Lea nach einer nicht unerheblichen Gewöhnungsphase endlich Spaß daran hat auf dem Rücken der Pferde 🐴 die Welt zu entdecken.

Und ich bin mehr als froh über diese Möglichkeit. Für Lea bietet es soviel Potenziale.

Mittlerweile streichelt sie die Pferde, bürstet sie, und würde am liebsten ohne Decke und Sattel einfach bäuchlings auf dem Rücken des Pferdes liegen! Noch vor einem Jahr UNDENKBAR!

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Dann haben wir noch das Glück, dass der Hund der Reittherapeutin regelmässig dabei ist und wir in den Reitpausen ach da immer wieder Kontakt zum Tier suchen. Zu Beginn der Therapie hat Lea Panik bekommen wenn der (liebste) Hund (derWelt) auf sie zu kam.

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Ich liebe ihren Gesichtsausdruck und ihre Körperhaltung auf dem Bild. Lea öffnet die Hände, streckt die Arme, sie hat keine Angst, sie freut sich über die Reaktionen des Tieres und über ihren eigenen Mut!!

Wir selbst haben keine „Streichel“-Tiere daheim (Fische und Bartagame zählen hier nicht 😉 , umso wichtiger finde ich solche Gelegenheiten Kontakt zu Tieren aufnehmen zu können.

 

 

Alltagstipp bei erhöhtem Speichelfluss (DIY – Anleitung) 

Wir haben schon sehr viel ausprobiert, nichts hat wirklich gut funktioniert. Es geht um Lätzchen, Halstücher und co um die Haut und Kleidung vor übermäßigem Speichelfluss zu schützen. 

Wir haben schon (fast) alle Lätzchenarten gekauft und ausprobiert. Entweder ist „wasserfest“ nicht wirklich wasserfest oder der Halsausschnitt ist nicht passend. Lätzchen und Tücher müssen bei Lea sehr eng am Hals Anliegen sonst läuft alles schön am Kinn entlang den Hals hinunter und hinter den Latz – sehr kontraproduktiv. 

Nun habe ich mich entschlossen selbst zu nähen. Ich möchte hier meine erste kleine Anleitung dazu veröffentlichen- evtl. hilft es ja jemanden. 

Also ihr benötigt ein Handtuch (Gäst Handtücher zB von Ikea), außerdem einen wasserfeste. Stoff für die Rückseite, zB. beschichtete Baumwolle. Außerdem braucht ihr Schrägband ca. 75 cm pro Latz müsst ihr schön rechnen.

Ein Tipp für das Format: mir war es wichtig, dass das Handtuch breit genug ist, damit auch noch die Schultern bedeckt sind. Lea hat einen seeehr stärken Speichelfluss und außerdem eine Zungen-Vorschub-Reflex. Sie schließt den Mund nicht beim Essen – viel wird durch die Zunge wieder nach außen geschoben. Wenn Lea dann den Kopf hin und her dreht, dann landet eben viel auch auf der Schulter. 

So nun geht es los

1. schneide den wasserfesten Stoff zu, etwa 1cm breiter als das Handtuch.

2. stecke den Stoff links auf links so auf das Habdtuch fest :


3. Nähe den Stoff knappkantig fest


4. dann wird der Halsausschnitt geschnitten. Ich habe mich dabei an gut sitzenden Halstüchern orientiert. Dann noch die Öffnung schneiden. Ich versuch es jetzt mal mit einer seitlichen Öffnung. Die Öffnung hinten ist mit wachsender Haarpracht zunehmend unpraktisch.

5.dann wird es etwas fummelig:

stecke das Schrägband von der Rückseite her fest.

6. Nähe nun das Schrägband von der Rückseite des Lätzchens an


7. Nun das Schrägband nach vorn umlegen und auch von vorn knappkantig annähen. 


8. jetzt nur noch Knöpfe anbringen und bei Bedarf Dekoration anbringen – bin da eher pragmatisch 😉

FERTIG!

Unser perfektes Lätzchen für das Schleckermäulchen.

Wir müssen das Lätzchen jedoch noch durch einem Silikonlatz mit Auffangschale ergänzen. Denn die Mengen an Joghurt und Co würden sonst auf der Hose landen. 

So, nun heißt es den Prototypen ausgiebig zu testen und dann den Stapel vorbereiteter Handtücher abzuarbeiten…

Fotoshooting im Kindergarten

Wir halten nun endlich unsere lang ersehnten offiziellen Kindergarten-Fotos von Lea in den Händen. Ein ganz grosses DANKE an Kerstin Huber, für die Mühe und die tollen Ergebnisse.

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Wir sind hin und weg und freuen uns sehr über diese schöne Erinnerung!

Lea geht es sehr gut! Im Moment haben wir einfach sehr viele Termine und Unternehmungen. Am Wochenende hat Lea Übernachtungsgäste – ihr Cousin und die Cousine kommen vorbei und wir hoffen wir können ein paar schöne Dinge unternehmen.

Im Kindergarten hat Lea sich zum ersten Mal an der Metatalk-App ausprobiert. Bis zum Schuleintritt braucht Lea eine Kommunikations-App die etwas weitergeht als GoTalk Now.  Metatalk schaut da schon einmal vielversprechend aus. Erlaubt z.B. auch richtige Zeitformen usw. !

Ihr erster Dreiwort-Satz war „Mama mag Joghurt“ … Ahja 😉


 

 

 

 

 

… ein Abenteuer nach dem anderen…

… hat Lea heut erlebt.

Erst haben wir mehr als genug Blumen für Balkonien gekauft und dann haben wir uns auf den Weg gemacht …


… zur Feuerwehrschule…

Denn da gab es eine Privat- Vorstellung für Lea … alle Details waren sehr spannend … für Mama und Oma 😉 …Lea interessierte sich ausschliesschlich für das Innere der groooossen Autos. 

Blaulicht, Warnblinker und Hupe mussten erstmal auf Funktionalität geprüft werden. Mama wurde mit dem Funkgerät herbei gerufen… und dann gab es noch eine Ehrenrunde mit dem Feuerwehr 🚒 Auto über das Gelände. Lea war Mega aufgeregt 😊 und sehr erbost als das Ende nahte :-/  nun ja, wir waren sicher nicht das letzte mal da!!!

Danke an unseren lieben Feuerwehrmann, der sich die Zeit genommen hat – für Lea war das sicherlich ein Highlight der Osterferien!!!

… das wars schon wieder … Ostern 2017 ist vorbei! 

Jetzt ist schon wieder alles vorbei,

Die Aufregung vor der großen Fahrt zu Oma und Opa,

Die Vorfreude auf den Osterhasen,

Das Wiedersehen mit dem lieben Onkel,

Die Sucherei nach den versteckten Osterüberraschungen,

Die viel zu schönen und üppigen Mahlzeiten,

Alles schon wieder vorbei!

Aber es war eine wahre Freude! Lea war durchweg aufgedreht, gut gelaunt , und was mich sehr beeindruckt hat bei allem Tamtam total dabei. Sie wusste das der Osterhase draußen was versteckt, hat jedes Geschenk in wenigen Sekunden gefunden und war sich immer sicher, das es für sie war!!


Ihr Bilderbuch vom Reiten kam prima an, wurde schon überall gezeigt und sorgte für Gespräche !!

In den kommenden Tagen, wenn Ruhe einkehrt, beschäftigen wir uns mit dem neuen Kommunikationsbuch!!

Wir hoffen ihr habt alle ein paar schöne Feiertage gehabt und das lange Wochenenden genießen können!!

Lg