Easy Rider

Heute gab es eine riesen Überraschung. Mit dem Auto sind wir von München noch Poing gefahren. Den Rolli haben wir nicht mitgenommen, denn wir brauchten Platz im Kofferraum! Wofür?

Naaaa könnt ihr es schon erkennen?

Genau…. mein eigenes erstes Fahrrad 😍 🚲

Ich war von Anfang an begeistert.

Es ist schon ein bisschen alt aber funktioniert noch prima! Ich bekomme vielleicht einen neuen Lenker, weil dieser ist für mich etwas weit weg. Und das eine oder andere könnte noch besser eingestellt werden. Aber ansonsten hat es so gut geklappt dass ich schon fast eine Stunde vor dem Haus gefahren bin und nicht mehr runter wollte!

Das Fahrrad musst dann auch auf den Balkon getragen werden damit wir es immer sehen. Kaum auszudenken, dass es ganz allein unten bei den großen steht 🤗 jaja fehlte nicht viel, dass sie es mit ins Bett nehmen wollte!

Osterferien bei Oma und Opa (und ein barrierefreier Ausflugstipp im Raum Potsdam)

Wir sind nun wieder zurück im Alltag. Zurück aus den Osterferien, die wir fast komplett bei Oma und Opa verbrachten. Lea war super drauf und hat die Manschaft gut unterhalten. Ostern selbst war ja leider nicht mit dem besten Wetter gesegnet. Aber pünktlich nach Ostern konnten wir viel Sonne genießen. Wir haben einen tollen Ausflug zum Baumwipfelpfad in den Beelitz Heilstätten gemacht. Dort kann man auf Höhe der Baumkronen ganz genau sehen, wie sich die Natur ihren Platz zurückerobert. Die Heilstätten sind Ruinen einer Lungenklinik. Der Pfad ist barrierefrei erreichbar und auch sonst kann man dort ebenderdig toll spazieren gehen. Die Kinder waren gut beschäftigt mit einer kleinen Schnitzeljagt. Es gibt auch alles für das leibliche Wohl. Wenn ihr mal in der Gegend seid lohnt sich ein Ausflug auf jeden Fall. Tolle Fotomotive sind garantiert.

 

Lea hat Ostern diesmal sehr bewusst erlebt, Geschenke gesucht und gefunden, den Hasen im Garten gesucht und gefühlt 100 bunte Eier gegessen.

Wir haben Omas und Opas Dorf erkundet und erstaunlich viele Tiere entdeckt

Leas Lieblingsbeschäftigungen waren Schaukeln, in Opas Auto sitzen, In dem Karton malen, Omas Küchenwand anmalen (die wird grad renoviert und Lea durfte die alte Tapete anmalen), Sternengucken (sie hat ein Kaleidoskop vom Osterhasen bekommen), mit Sand spielen (auch ein Ostergeschenk) und Oma und Opa im Garten helfen

Mamas Lieblingsbeschäftigung? Frisuren üben 😉

Lea hat prima ihr neues Korsett getragen. Noch schaffen wir es nicht den ganzen Tag aber das wird schon. Sie hat einmal schön frei gesessen:

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hatte einen riesen Spaß beim Schaukeln

Wir haben ein paar mal gegrillt und sogar ein Lagefeuer bei Opa im Garten gemacht. Zum Schluss wollte sie eigentlich noch gar nicht wieder nach Hause fahren. Das ist tatsächlich eine Premiere. Kann ich verstehen, bei Oma und Opa ist halt immer was los und irgendjemand ist immer bei ihr!!

Wir hoffen ihr habt alle tolle Feiertage gehabt und könnt nun die Sonne genießen.

LG

 

Auszeitwochenende für Mütter behinderter Kinder

Ich durfte eine Auszeit nehmen. Ein ganzes Wochenende nur für mich.

Zusammen mit drei weiteren ganz wunderbaren Mamas von behinderten Kinder. Viel Gelegenheiten zum Reden, Reflektieren, Austauschen, Lachen, Fragen und Antworten. Dass Wetter hielt gut durch und so könnten wir einen tollen Ausflug zur Fraueninsel im wunderschönen Chiemsee machen wo uns der Wind um die Nase fegte. img_2659

Organisiert wurde das ganze von der lieben Julia Sander von Begleitung für Mütter. Sie hat uns viele tolle Impulse mitgegeben, sorgte stets für unser Wohl und half uns Gedanken zu sortieren, Lösungen zu finden und den Blick auf das Positive zu lenken. Wir wohnten im Irmengardhof. Ein alter Hof, der den Nonnen der Fraueninsel gehört und durch die Björn Schulz Stiftung renoviert wurde. Nun bietet es einen Erholungsort für Familien mit behinderten Kindern. Es gibt Gruppenseminarräume, um z.B. Workshops zu halten. img_2613Es gibt tolle Familienzimmer, mit viel Platz, mit oder ohne Pflegebetten. Dort können sogar Oma/Opa zur Betreuung mitkommen.Ein alter Heuschober wurde umgebaut zu einer riesigen Spiel-/Turnhalle. Es gibt einen Bastelraum, und einen Legoraum. Ein tolles Projekt, was wir sicher künftig auch privat nutzen werden. Es liegt direkt am Chiemsee und läd zu tollen Spaziergängen am See ein.

Danke an die Mamas für die Offenheit, die lustigen Momente! Danke an Julia für das Organisieren, Vorbereiten und Begleiten. Danke an den Herzensmann der mir sowas ermöglicht, indem er mich bestätigt, und sich ohne Wenn und Aber ein ganzes Wochenende um Kind und Haushalt kümmert, so dass ich mich ganz entspannt auf all das einlassen kann.

Kennt ihr MOMO?

Ja sicher, viele kennen Momo, das kleine Mädchen aus Michael Endes gleichnamigen Roman von 1973.

Bildquelle:Wikipedia

„Momo ist zwar arm, besitzt jedoch eine besondere Gabe: Sie kann sehr gut zuhören. Das kann sie so gut, dass sich plötzlich die Zunge derjenigen löst, denen sie zuhört, und diese ganz plötzlich wieder große Ideen bekommen und die Freude in ihnen aufblüht, und sie dann alles, was sie in sich versteckten, mit geflügelten Worten erzählen. Dies führt dazu, dass Momo zu einer unverzichtbaren Seelsorgerin für alle wird. Da sie jedoch durch ihr besonders gutes Zuhören auch die Phantasie der Menschen anregt, können die Kinder viel besser spielen als je zuvor.“ (Wikipedia)

Aber kennt ihr auch Momo, das Magazin? „Momo – alles was Kinder bewegt“ hat es sich zur Aufgabe gemacht über Familien mit Kinder mit Handicap zu erzählen. Eigentlich erzählen die Familien und Momo bietet den Rahmen und viele Informationen drum herum. Die Geschichten sollen Mut machen, ohne eine rosarote Welt zu malen. Sie sollen den ganz „normalen“ Alltag zeigen, den Familien mit chronisch kranken oder behinderten Kindern tagtäglich erleben. Wie sie mit ihren Aufgaben wachsen, wie sie mit Herausforderungen umgehen. Ganz wie Momo aus dem Roman, zuhören wenn andere was zu erzählen haben.

Auch wir durften nun ein paar Seiten im Magazin mit unserer Geschichte füllen. Es geht darum, was wir durch Lea und mit Lea alles bereits gelernt und geschafft haben. Wie Lea auch ohne Sprache mit uns kommuniziert.

Klickt auf das Bild oben und ihr kommt direkt zu Leas Online-Artikel.

Hier geht es zur aktuellen Momo-Ausgabe in der wir 6!!! Seiten füllen! Macht es euch doch gemütlich und genießt das liebevoll gestaltete Magazin. Und lasst uns wissen ob euch unser Artikel gefallen hat!

kleine Fakten zur Mikrodeletion 22q11

Gestern war ja der Tag der seltenen Erkrankungen!!

Habt ihr eigentlich gewusst wieviele Schubladen es im 22q11-Schrank gibt?

Lea´s Gendefekt wird ja durch die Mikrodeletion auf dem Chromosom 22q11.2 verursacht. Also beim Zusammenbau der Chromosomen in der frühen Phase der Schwangerschaft ist ein winziger Teil am langen Arm des Chromosoms 22 an Position 11 verloren gegangen. In unserem Fall ist es wohl einfach eine Laune der Natur gewesen, es liegt keine Vererbung vor.

Mit dem Begriff Mikrodeletionssyndrom 22q11 werden verschiedene Störungen bezeichnet. Es gibt ein breites Feld an Ausprägungen, also ’sichtbare‘ Symptome.

Je nach Symptom-Paket gibt es unterschiedliche Namen für dieses Deletionssyndrom:

DiGeorge-Syndrom, Shprintzen-Syndrom/Velokardiofaziales Syndrom, CATCH-22 … und einige andere.

Lea kann man in keine dieser Schubladen packen. Sie hat kein typisches „Symptom-Paket“.

Lea bedient sich ein bisschen aus allem, hat aber dafür nicht die ganz klassischen Symptome wie Herzfehler, Gaumenspalte…! Auf der anderen Seite hat sie eher seltene „Zusatzqalifikationen“ die nur sehr schwer dem Gendefekt zuzuschreiben sind, z.B ihre Hirnfehlbildung.

Ein Genetiker hat mal gesagt, man sieht Lea den Gendefekt an (damals war sie nichtmal 1 Jahr alt) aber nur wenn man den Gendefekt kennt und schon einige Kinder gesehen hat. Ihre Nasenwurzel, Ohren und kleinere Gesichtsmorphologische Anomalien sind wohl Anzeichen. Aber nur diese Zeichen allein lassen auch nicht auf genau diesen Defekt hinweisen.

Genausowenig wie ihre ausgeprägte Muskelhypotonie allein der Hinweis auf den Gendefekt ist. Oder ihre geringe Körpergröße oder die fehlende Sprache…

Aber all diese kleinen Päckchen zusammen sind das was in unserem Fall die Erkrankung ausmacht.

Man sagt immer unter den seltenen Erkrankungen ist das Di George Syndrom eines der häufigsten. Was das genau heißt?

Fakt ist:  ich habe vor der Geburt von Lea noch nie im Leben davon gehört. Bisher habe ich auch niemanden kennengelernt der den Gendefekt kennt ohne Arzt, Therapeut oder Betroffener zu sein.

Fakt ist auch: die Statistik sagt, jede 4000 ste Geburt ist ein Di George Fall.

Fakt ist: Es gibt weit aus mehr Betroffene. Denn manche wissen gar nicht, dass sie betroffen sind, den ihr Paket ist klein und fällt gar nicht ins Gewicht.

Fakt ist: Viele „Eigenheiten“ von Lea lassen sich auch in anderen Gendefekten wieder finden (Kinder mit dem Downsyndrom sind meistens auch Muskelhypoton, haben Probleme beim Essen, sprechen spät. Es gibt viel Literatur zu Downsyndrom und Ratgeber für Eltern. Ich habe sehr viele gelesen und mir viele Tipps geholt.

Fakt ist: ich bin vor 2 Jahren auf einem Elternworkshop zum Thema Unterstützte Kommuniaktion gewesen, der von der Elternhilfe für Rettsyndrom-kinder organisiert wird. Ich war die einzige Mama deren Kind kein Rettsydrom hatte. Trotzdem gibt es viele Gemeinsamkeiten und dadurch habe ich fast alles auf uns abbilden können. Rettkinder können meist nicht sprechen und dazu schlecht oder gar nicht ihre Hände steuern, dadurch brauchen sie andere Wege und Mitte Hilfsmittel zu nutzen, denn Greifen geht nicht. Auch bei uns ist das Greifen und Festhalten ein schwieriges Thema. Also warum nicht voneinander lernen?

Fakt ist auch: zum Di George Syndrom gibt es im deutschsprachigem Raum nur ein Bruchteil an Literatur wie es zum Downsyndrom gibt. Das Angebot an Fortbildungen usw. beschränkt sich auf die, die über die Organisationen wie Kids 22q11 organisiert werden. Das ist schade und ich hoffe das Bewusstsein über Erkrankungen wie Diese wird mit den vielen Blogs und Eltern-Gruppen im Netz gestärkt!

Eine Schultasche braucht das Rolli-Kind!!

* der Artikel enthält Links zu Amazon. Es handelt sich hierbei nicht um Affiliates. Ich verdiene nichts über diese Links.

Braucht sie überhaupt eine Schultasche? Sie kann sie ja eh nicht selber tragen! Sie wird ja eh keine Bücher nach Hause oder in die Schule bringen müssen. Und ausserdem was hat so ein Kind überhaupt in der Tasche?

All das sind Gedanken und Fragen, die einen durch den Kopf gehen könnten wenn man, wie wir, kurz vor der Einschulung des Kindes in einer Schule für körperlich und geistig behinderte Kinder steht. Auch uns kommen diese Fragen, oder sie werden vom Umfeld an uns gestellt.

Für uns steht ganz klar fest: Lea bekommt eine Schultasche. Und natürlich bekommt sie auch eine prall gefüllte Schultüte aka Zuckertüte. Wie alle anderen Schulkinder auch! Warum sollten wir bei ihr einen Unterschied machen?

Natürlich muss es bei uns kein Rucksackset für mehrere hundert Euro sein, Sie wird den Rucksack vermutlich nie selber auf den Rücken tragen. Daher konnten wir uns fast ausschließlich darauf stürzen was uns gefällt. Wir haben uns für den baggymax Trikky entschieden:

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baggymax Trikky „Modern Horse“ Quelle: amazon.de

Er war einer der kleinsten Rucksäcke, leicht und preislich absolut ok. Wir haben einen schmalen Rucksack gesucht, den man notfalls hinten an die Schubstange des Rollstuhls hängen kann. Daher sollten auch so wenig wie möglich Schnallen und Bänder dran sein, die sich irgendwo verheddern könnten. Ausserdem finden wir es praktisch wie stabil er auf dem Boden steht und das er eine große Öffnung hat. Das macht es für Lea leichter Sachen in den Ranzen zu packen oder rauszuholen. Und optisch hat er uns auch sehr gefallen. Obwohl, wenn es allein nach Leas Stimmung beim Einkaufen gegangen wäre, hätten wir jetzt wohl einen Traktor oder Müllwagen auf der Schultasche 😉

Ein Tipp aus der Schule haben wir dann noch bekommen:

Einen Rucksack-Trolley.

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Go Easy Schulranzen Trolley ONE Quelle: amazon.de

Der kann dann hinten an den Rolli gebunden werden. Manche Kinder fahren dann mit ihrem Rolli samt Trolley selbstständig vom Schulbus in das Klassenzimmer. Man muss dazu sagen, das die Wege in unserer Einrichtung sehr kurz sind. Das muss man individuell sehen ob es eine Option ist!

Tja, und zu den anderen Fragen: Der Ranzen wird nie leer sein 😉 auch Lea wird Stifte und co. brauchen, Hausaufgaben in einem Hefter mit Heim bringen, ein Mittteilungsheft haben, eine Frühstücksdose brauchen!

Warum auch nicht?!

bilingual ? … phhhh wir sprechen bald die 6. Sprache

…jaaaa genau! Wir lernen bald die 6. Sprache um mit Lea zu kommunizieren.

  1. körpereigenen Sprache (Gestik, Mimik, Körpersprache)
  2. Symbolkarten/Fotos/Metacom
  3. einfache Taster
  4. Gebärden/Zeichen/GuK
  5. GoTalkNow (mit Metacom) als erstes komplexes technisches Kommunikationsmittel
  6. NEW!NEW!NEW unsere neue Kommuninkationssoftware Compass (mit der Gateway-Strategie) in einem Kompad von Rehavista NEW!NEW!NEW!

 

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Lea übt schonmal mit dem neuen Programm….

In wenigen Tagen haben wir einen Termin mit Rehavista und der Logopädin aus dem Kindergarten. Da bekommen wir das neue Familienmitglied (wir brauchen noch nen würdigen Namen) und eine erste Einführung in die Handhabung. Wir sind sehr gespannt und freuen uns schon die neuen sprachlich/kommunikativen Möglichkeiten die sich dadurch für Lea bieten. Da kann man nun sogar grammatikalisch richtig plaudern, schimpfen, Witze machen 😉

Wir werden berichten ….

neue Orthesen braucht das Kind

Wenn Kinder aus den Schuhen wachsen, geht man in den Schuhladen und kauft Neue. Im schlimmsten Fall gibt es rege Diskussionen bis mittelschwere Auseinandersetzungen über die Optik und Funktionalität zwischen Kind und Eltern. Auch hat man meist das Problem, dass Schuhe die man gerade braucht einfach keine Saison im Schuhladen haben. Will man im  Ende Oktober/Anfang November Winterschuhe kaufen, wird man von der Verkäufering ungläubig angeschaut “ Da gibts nicht mehr viel, wären sie mal schon im September gekommen!“

Diese Probleme haben wir nicht 🙂

Nein, wir haben gaaaanz andere Herausforderungen. Sind Leas Füße gewachsen, bedeutet das, dass ihre Fußorthesen zu klein werden und im schlimmsten Fall Druckstellen an den Füßen entstehen. Dann muss es schnell gehen. Das heißt:

  1. Rezept vom Arzt für neue Orthesen und passendes Schuhwerk holen.
  2. Rezept zum Orthopädietechniker
  3. Abwarten bis Orthopädietechniker Rezept bei der Kasse einreicht
  4. Abwarten bis Kasse reagiert und Kostenübernahme oder Teilübernahme bestätigt
  5. ab zum Orthopädietechniker um neue Gipsabdrücke zu machen
  6. Hoffen, dass das Kind gut mitmacht
  7. Design der neuen Orthesen aus einem mehr oder weniger umfangreichen Portfolio aussuchen (Je älter das Kind um so wichtiger wird dieser Punkt, es gibt nur diese Orthesen, keine zum Wechseln 😉 )
  8. Abwarten bis Orthopädietechniker aus den Abdrücken die Orthesen erstellt
  9. erste Anprobe
  10. Überarbeitung
  11. zweite Anprobe
  12. Hoffen, dass niemand krank wird und die Termine zeitnah wahrgenommen werden können
  13. Hoffen, dass das Kind in der Zwichenzeit keinen unerwarteten Wachstumsschub bekommt
  14. Aussuchen der passenden Orthesenschuhe (auch hier wird die Auswahl zwar immer größer aber beschränkt sich immernoch auf eine Handvoll Katalog-Modelle.
  15. endgültige Anprobe
  16. Fertig!

Wir haben noch „das Glück“, das Lea sehr langsam wächst, die Kasse in der Regel schnell reagiert und unser Orthopädietechniker immer sein Bestes gibt. Wir haben bisher noch nie Probleme mit Druckstellen gehabt. Es gibt auch andere Fälle!

Erst kürzlich waren wir beim Gipsen. Und wenn wir schonmal da waren wurde gleich der Gibsabdruck für die Stehschale gemacht, denn die muss nach der Hüft-OP auch neu gemacht werden. 1,40 h hats gedauert. Welches Kind hält es 1,40 h im Schuhladen aus???

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Hier wird der Abdruck für die Stehschale geformt
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Warten, dass der Gibsabdruck für die Stehschale trocknet
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Die Füße werden eingegibst für die Fußorthesen

Mit viel Ablenkung (Youtube und co) lässt Lea das alles mit sich machen. Ansonsten ist das Prozedere zwar nicht besonders schmerzhaft, aber kein Kind wird sich drumm reißen, also auch nicht Lea. Da wird viel gemeckert und gemotzt. Aber bisher haben wir es immer ganz gut hinbekommen.

Dann müssen wir etwas warten bis die guten Stücke angefertigt werden. Wir suchen uns noch aus, welches Muster wir haben wollen und können nach ein paar Wochen zur Anprobe kommen.

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Die erste Anprobe von Stehschale und Fußorthesen. Beides muss auch zusammen funktionieren

Wenn dann alles angepasst und hübsch gemacht wurde können wir die Werke mit nach Hause nehmen. Diesmal hat uns unser Techniker ein tolles Rollbrett gebaut für die Stehschale. Damit kann man Lea schnell mal von A nach B rollen, ans Fenster stellen oder was auch immer, ohne das man Angst haben muss, dass sie umfällt.

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Mit dem Podest kann man Lea einfach hinstellen und bei Bedarf rollen.
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Lieblingsbeschäftigung: Am Fenster stehen und Autos beobachten
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Malen im Stehen geht auch
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Angezogen wird die Orthese im Liegen.

Stehen  soll Lea nur wenn ihre Hüfte stabilisiert wird. Das ist in der Orthese kein Problem! Ihre Fussorthesen braucht sie trotzdem da drinn, damit die Füße im Gelenk nicht wegknicken wegen der Muskel-Hypotonie

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Fertig, jetzt kanns losgehen.

Und dann haben wir uns neue Schuhe gegönnt, die EASY UP Neo Green von Nowecare. Orthesenschuhe haben spezielle Öffnungen, damit der Fuß samt Orthese rein passt. Normale Schuhe gehen nur sehr selten oder man muss 3 Nummern größer kaufen, was zum Laufen natürlich unpraktisch ist.

Für den Winter haben wir trotzdem „normale“ Stiefel gekauft, weil es sonst einfach zu kalt ist.

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Die Stiefel sind oben sehr weiche und kann man ganz gut über die Orthesen ziehen.

Unser Dank gilt an dieser Stelle mal unserem Orthopädietechniker Wolfgang Reuthner von Medicura. Dank ihm haben wir immer super sitzende Orthesen und noch nie Probleme mit Druckstellen gehabt *aufHolzKlopf*

 

 

Was pack ich bloß in die Schultüte?

* der Artikel enthält Links zu Amazon und anderen Shops. Es handelt sich hierbei nicht um Affiliates. Ich verdiene nichts über diese Links.

Vor einiger Zeit hab ich mal versprochen meine Ideen für Geschenke für den Schulanfang mit euch zu teilen.

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nein, diese Bild ist nicht gephotoshopt … ich benutze GIMP 😉

Und hier kommt nun der Post dazu. Es gibt ja unzähliche gutgemeinte Listen  und Inspirationen zum Thema, wenn man Mr. Google oder Pinterest fragt.

Ich versuche den Fokus auf ganz besondere Dinge legen, die nicht alltäglich sind und für besondere Kinder mit individuellen Handicaps geeignet sind.

Ich würde mich freuen wenn ihr mir helft diese Liste zu ergänzen. Schickt mir doch eure Ideen und Meinungen dazu.

Und jetzt geht es los:

Was man für die Schule braucht

  • Klassiker: Schulrucksack (dazu habe ich schon mal hier geschrieben), Sportbeutel oder in unserem Fall „Orthesenbeutel“, kleiner Geldbeutel (für einen Ausflug zum Eiskugel-Essen), Stiftetasche (Schlampermäppchen) mit grooooßer Öffnung zum leichten Einräumen oder Entnehmen der Stifte, evtl ist ja auch eine Stifterolle geeigneter
  • Wasserfarben, Pinsel e.t.c (in unserem Fall eher Fingerfarben und Pinsel mit dickem Griff)
  • Stifte (je nach motorischen Möglichkeiten evtl. Wachsmalbirnen oder extra dicke Bundstifte)
  • bei Bedarf Hilfsmittel, die z.B. das Halten von Stiften erleichtert (Griffverdickungen oder diese Stiftgriffe)
  • einen vorbereiteten Stundenplan mit Metacomsymbolen
  • Namenssticker um das Eigentum zu kennzeichnen (wir haben gute Erfahrungen mir den Stickern von Gut Markiert gemacht
  • besondere Scheren bei motorischer Beeinträchtigung. Wir haben diese Tischschere auf Holzblock
  • Einhand-Hilfsmittel, die das Basteln, Schreiben, Kleben etc. erleichtern wenn das künftige Schulkind nur eine Hand benutzt,  z.B. VaryoClix oder VaryoStix

Spiele/Spielzeug

Hörspiele/CDs

Lernhilfen und Alltagshilfen

  • Globus (hier eine platzsparende Variante)
  • Zählhilfen (DIY Rechenkette (Pinterest-Link) oder dieses Set aus Zähl-Stäbchen und -Karten)
  • Wecker z.B. dieser Tolle, bei dem man aussuchen kann welches Tier am Morgen den Weckruf macht
  • Tafel und Kreide (es gibt auch extra Kreidehalter, damit sie nicht so leicht brechen, bei z.B. spastischen Kindern)
  • Hilfsmittel für den „Einhandbetrieb“: Lea benutz nur ihre rechte Hand. Basteln, Schneiden, Kleben, Brotschmieren und all solche Tätigkeiten sind mit Hilfsmitteln viel leichter.
  • Buchstaben- und Zahlenstempel (für Kinder die aufgrund von motorischen Einschränkungen nicht schreiben können) und natürlich die passenden Stempelkissen

Bücher

Spezielles:

  • EasyHold als Unterstützung beim Greifen
  • BigPoint als Hilfmittel für unterstützte Kommunikation, kann man immer gebrauchen
  • Gutschein für Wehrfritz, Jako-o, Ariadne, Ringelfee, der Riedel … (lauter tolle Shops wo es Therapie- und Fördermaterial gibt)
  • Hilfsmittel (ganz individuell!!) vieleicht wird ja gerade auf etwas größeres/teureres gespart, dann ist Geld immer hilfreich!
  • Reitstunden oder ähnliches (analog zu Hilfsmittel: vieleicht hat das Kind eine „Therapiekasse“, wo man etwas spenden kann)

Und was geht noch?

und natürlich darf Süßes nicht fehlen!!!

Lea wird ein Schulkind

Es will irgendwie noch nicht in meinen Kopf hinein. Meine kleine Lea soll ein Schulkind sein?

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Nein! Oder doch? Sie ist ja schon 6! Hätte schon längst eingeschult sein können. Aber wir haben sie zurückstufen lassen.

Und das war gut so. Sie genießt es in vollen Zügen die „Große“ im Kindergarten zu sein. Man merkt ihr an, dass sie so vieles will, sie will Radl fahren, sie will stehen, laufen, will mehr und mehr. Sie geht in die Vorschule, bringt Hausaufgaben mit nach Hause. Es hagelt an Lob und Begeisterung, was sie gerade alles lernt und macht. Und sie wird frech, macht Quatsch ist der Kasper am Mittagstisch.

Wir bereuen es kein bisschen ihr dieses Extra-Jahr Kindheit gegönnt zu haben. Warum sollten wir es auch anders machen? Sie wird körperlich immer noch eine der kleinsten sein, sie war gerade mal 2 Jahre im Kindergarten, sie hat es so genossen. Also war es für uns keine Frage.

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Und jetzt kommt tatsächlich der Moment wo wir anfangen den Schulstart zu planen und vorzubereiten. Das bedeutet neben den ganz „normalen“ Dingen wir Ranzen kaufen, Schultüte basteln… eben auch die „Special-Features“:

Wenn Lea in die Schule geht möchte ich, dass sie einen Rollstuhl hat und wir den Buggy abgeben können. Denn im Rolli wird sie nicht mehr als Baby wahrgenommen, sie ist viel aktiver, und wird hoffentlich mal eigenständiger und mobiler. Wir erproben gerade den MIO Move und sind schon recht zufrieden damit. Der Krabat ist leider für uns nicht alltagstauglich, da es Lea nicht schafft so lange aktiv und aufrecht zu sitzen. Den MIO kann man kanteln, so dass sie zwischen Ruhe- und Aktivphasen wechseln kann.

Sie bekommt auch einen neuen Talker, der etwas komplexer als bisher aber eben besser für die Schule geeignet ist. Der ist beantragt so dass wir uns dann für den Rest des Kindergartenjahres mit ihm vertraut machen könen. Damit hat sie dann in der Schule nicht mehr so viel neues zu lernen sondern ist hoffentlich schon fleißig am kommunizieren.

Lea´s Papa baut noch einen kleinen Schreibtisch der quasi eine Maßanfertigung für Lea sein wird. Einen Tisch, der platzsparend ist und Rolli-tauglich . Ihr könnt gespannt sein, was der Papa sich da ausgedacht hat.

Ich merk schon, es wird sicher noch einige Posts zu meine Ideen zur Einschulung und Zuckertüteninhalt geben. Da werden sowohl ganz klassische Ideen dabei sein, aber auch ganz spezielle für Lea und vieleicht für das eine oder andere Kind mit Spezialeffekten.